Ukrainehilfe Rehabilitationszentrum - Lions Club Henstedt-Ulzburg
Unterstützung für die Rehabilitation ukrainischer Kriegsopfer
Am 24. Februar 2022 startete Russland eine groß angelegte Invasion in der Ukraine und markierte damit einen neuen Abschnitt in dem seit 2014 andauernden Krieg. Seit der Annexion der Krim und der Besetzung des Donbass ist die russische Aggression eskaliert. Massive Kriegsverbrechen - Folterungen, Vergewaltigungen, Hinrichtungen, Deportationen von Soldaten und Zivilisten zeichnen ein grauenhaftes Bild des fürchterlichen Krieges. Ganze Städte und Dörfer sind besetzt oder vollständig zerstört worden. Der Krieg dauert weiter an.
Dr. Oksana Ulan und Mann Yuriy leben seit vielen Jahren in Henstedt-Ulzburg. Weit entfernt vom Geschehen in der Heimat, aber in Gedanken nah und tief berührt, engagieren sie sich wie selbstverständlich für die Opfer vor Ort. Seit Ausbruch des Krieges pflegen sie enge persönliche Kontakte in die betroffenen ukrainischen Regionen und versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Hilfe zu leisten, wo sie so dringend benötigt wird. Als Ärztin und Mitglied des Lions Club Henstedt-Ulzburg hat Oksana ein besonderes Auge für leidtragende Menschen. „Die Not ist riesengroß. Das, was wir tun ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch umso glücklicher sind wir, dass unsere Hilfe mit großer Dankbarkeit angenommen wird. Der direkte Kontakt zu den lokalen Einrichtungen ermöglicht es uns, Hilfeleistungen ohne Umwege und ungeplante Zwischenstopps zukommen zu lassen. Dies ist ein immenser Vorteil.“ Oksana und Yuriy sind für die Unterstützung sehr dankbar - der Lions Club Henstedt-Ulzburg hat eine großzügige Spende von 10.000 € bereit gestellt, die in Form von medizinischen Behandlungen und Rehabilitationsmaßnamen am Sanatorium «Morshynskyi» in der Westukraine, vier Betroffenen der ukrainischen Kriegsregion zu Gute kommen sollen.
Die Geschichten von Vasyl, Oleksandr, Anna und Olena (die vollständigen Namen werden aus Datenschutzgründen nicht genannt) erzählen Einzelschicksale. Vasyl und Oleksandr sind als Kämpfer an allererster Front mehrmals schwerst verwundet worden. Sie haben niemals aufgegeben, sind mehrfach an die Front zurückgekehrt. Eine Explosion amputierte schließlich Oleksandrs Bein. Mittlerweile befinden sich Vasyl und Oleksandr in aufwendiger Folgebehandlung.
Die junge Anna überlebte mehrere Monate Besatzung Ihrer Heimatstadt Mariupol und wochenlange Flucht unter schwersten, unvorstellbaren Bedingungen. Sie und ihre körperlich und psychisch schwer traumatisierte Familie haben überlebt, was vielen ihrer Verwandten und Bekannten nicht vergönnt war. Nach psychischer Rehabilitation engagiert sie sich in Organisationen für die Opfer in ihrer Heimat.
Olena ist Militärpsychologin. Bereits früh in ihrer beruflichen Entwicklung interessierte sie sich für die Unterschiede, aber auch Parallelen, welche sich in Kriegssituationen zwischen ziviler und militärischer Psychologie entwickeln. Olena agierte an der Front, arbeitete mit im Einsatz aktiven, aber auch mit schwer traumatisierten zurückkehrenden Soldaten. Derzeit ist sie selbst in Rehabilitation.